Das Mahnmal erinnert an... PDF Drucken E-Mail

Das Mahnmal für Widerstand und Zivilcourage erinnert über alle Parteigrenzen hinweg, über die Grenzen der Konfessionen und Generationen an Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Willy Aron, Hans Wölfel.

Diese drei Protagonisten stehen stellvertretend für die vielen anderen bekannten und weniger bekannten Mutigen, die aus Bamberg stammen oder mit Bamberg in Beziehung stehen.

Das Mahnmal erinnert auch an diese Mutigen:

† Ludwig Freiherr von Leonrod, † Roland von Hößlin, † Rudolf Graf von Marogna-Redwitz, † Karl Freiherr von Thüngen,

† Hans Fischer, Hans Weigl, Friedrich Pfau

Adam Kaim, Mitglied im Kommunistischen Jugendverband Dtschl.; Josef Prenner, KPD, Trotzkistengruppe; Georg Grosch, SPD-Mitglied; Fritz Nagel, Sozialist, SPD-Mitglied; Gerda Lasall, christliches Elternhaus;

Johannes Dietz, Regens im Bamberger Priesterseminar/Bischof in Fulda;

Karl Steinbauer, evangelisch-lutherischer Theologe, Gründungsmitglied der Bayerischen Pfarrerbruderschaft, Mitglied der Bekennenden Kirche;

Bamberger Wölfel-Kreis: P. Bruno Mekes OFM; P. Herigar Mekes OFM; P. Barnabas Liebisch OSB: Abtei Münsterschwarzach; Georg Angermaier: Justiziar der (Erz-) Diözesen Bamberg und Würzburg; Josef (Jupp) Schneider, Kaplan; Hans Heinrich Sommerrock, 1937 OLG-Rat in Bamberg; Lorenz Krapp, 1931-1933 Präsident des Landgerichts Bamberg; Johannes Heim, Lehrer, bis 1933 Vorsitzender des Kath. Lehrerverbandes Ofr.;

Robinsohn-Strassmann-Gruppe: Thomas Dehler, Jurist, DDP, ab 1934/35 Verbindungsmann nach Berlin; Max Hundt, Jurist; Josef Losgar, Jurist, 1932-34 NSDAP, danach Katholik; Lorenz Krapp, siehe Wölfel-Kreis; Margarete Schuberth, Juristin, KPD-nahe im Studium; Anton Hergenröder, Kaufmann; Franz Ott, Stadtpfarrer St. Martin; Andreas Neppig, Direktor des Bauernvereins, Ofr.; Martin Neppig, Bankangestellter; Josef Dietz, Jurist, KPD-Mitglied; Andreas Schneiderbanger, Landwirt in Ebing; Rudolf Schneiderbanger, Medizinstudent; Hanns Hundt, 1933 NSDAP, Postrat, ab 1940 Mitglied der Gruppe; Franz Hundt; Georg Meixner, Prälat, BVP; Georg Griebel, Zollsekretär; Johann Geiger, Telegrafenwerkmeister; P. Barnabas Liebisch, Vertrauensmann nach Schwarzach in Unterfranken, siehe Wölfel-Kreis; Alfons Hildenbrand, Tierarzt in Bad Tölz;

Das Mahnmal erinnert ferner an all diejenigen, deren Leben und Wirken erst noch erforscht werden muss.

ergänzende Informationen:

Die Mitglieder der 17er Bamberger Reiter Ludwig Freiherr von Leonrod, Roland von Hößlin, Rudolf Graf von Marogna-Redwitz und Karl Freiherr von Thüngen wurden nach dem missglückten Attentat auf Hitler ebenfalls hingerichtet.

Hans Fischer, Mitglied der Domjugend, hatte gemeinsam mit Hans Weigl und Friedrich Pfau die Enzyklika vervielfältigt und nachts in Briefkästen verteilt. Sie wurden verhaftet. Weigl und Pfau kamen wieder frei. Fischer wurde im KZ Mauthausen zu Tode gesteinigt.

Angermaier starb 1945 in Berlin an den Folgen eines Unfalls, an dem ein SS-Fahrzeug beteiligt war. Der Unfallhergang ist ungeklärt.

Wölfel (geb. in Bad Hall/Österreich) war Mitglied des nach ihm benannten Bamberger Wölfel-Kreises und gehörte auch der Robinsohn-Strassmann-Gruppe an. Diese wurde 1934 in von den beiden deutschen Juden Hans Robinsohn (Hamburg) und Ernst Strassmann sowie dem Protestanten Oskar Stark (beide Berlin) gegründet. Robinsohn überlebte im Exil in Dänemark, Strassmann in NS-Haft. Die Mitglieder der Robinsohn-Strassmann-Gruppe verstanden und bezeichneten sich als „Charakterinseln in der braunen Flut“ und als „Charakterinseln im Schlammsee des III. Reiches“.

Über Hildenbrand sandte Dehler Informationen über die Judenvernichtung an den Vatikan weiter.

Wölfel, Freiherr von Leonrod und Graf von Margona-Redwitz wurden als katholische Glaubenszeugen in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts  aufgenommen.

 

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